|
Hochbegabtenbetreuung
Etwa zwei Prozent aller Kinder gelten als hochbegabt.
Hochbegabte Kinder zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre geistigen
Fähigkeiten sehr früh entwickeln und ein großes
Interesse zeigen. Häufig fallen sie aber erst dadurch auf,
dass sie in der Schule den Klassenclown spielen, weil sie intellektuell
unterfordert sind.
Hier beginnt unsere Aufgabe. Die Betreuung von Hochbegabten
läuft in vier Schritten:
- Diagnostik
- Planung und Festlegung der Betreuungsziele
- Umsetzung der Betreuung
- Evaluation
Hochbegabung kann man messen: Aufschluss geben Tests,
die das abstrakte Denkvermögen auf unterschiedlichen Ebenen
ermitteln. Erreicht ein Kind bei weit überdurchschnittlicher
Leistung IQ-Werte um 130 oder darüber, bezeichnen wir es als
hochbegabt.
Gemeinsam mit dem Kind und
seinen Eltern suchen wir nach individuellen Lösungen,
um richtig mit der besonderen Begabung der Kinder umzugehen. Das
Kind muss spüren, dass seine Eigenart vom Umfeld erkannt und
akzeptiert wird.
Neben dem familiären Umfeld sollten auch Bildungseinrichtungen
auf die besondere Begabung des Kindes eingehen. Deshalb werden auch
ErzieherInnen und LehrerInnen von uns in die Betreuung eingebunden.
Nach Abschluss der Hochbegabten-Betreuung überprüfen
wir, ob die vereinbarten Therapieziele erreicht wurden. Je nach
Entwicklung sind dafür anfangs mehr und am Ende weniger Sitzungen
notwendig. Nach Abschluss der „offiziellen Therapie“
werden nochmals so genannte Follow-Up-Termine vereinbart, um die
erfolgreiche Umsetzung in der Familie zu begleiten.
Hochbegabtenbetreuung muss meist privat bezahlt
werden. Abhängig von vorhandenen Finanzmitteln besteht in einigen
Kommunen die Möglichkeit, dass die Kosten vom zuständigen
Jugendamt (§ 27 KJHG Hilfe zur Erziehung) übernommen werden.
Wichtig ist, dass der Antrag vor Beginn der Maßnahmen gestellt
wird.
|