|
Elterncoaching
Häufig werden Entwicklung und Verhalten von
Kindern durch Schulprobleme geprägt; zu den häufigsten
Problemen gehören Lernleistungsstörungen wie ADS/ADHS.
Aber nicht nur die Kinder leiden unter den Problemen, auch die Eltern
sind oft mit der Situation überfordert und reagieren hilflos.
Betroffene Eltern suchen die Schuld häufig bei Erziehern bzw.
Lehrern; damit beginnt ein Teufelskreis. Ohne professionelle Hilfe
droht den Jugendlichen eine kriminelle Laufbahn.
Hier beginnt unsere Arbeit. Wir gehen beim Elterncoaching
in vier Schritten vor:
- Diagnostik
- Therapieplanung / Festlegung der Therapieziele
- Durchführung der therapeutischen Maßnahmen
- Evaluation
Durch eine umfassende Analyse stellen wir Stärken
und Schwächen der Kinder fest. Dabei liegt unser Blick vor
allem auf den Begabungen von Eltern und Kindern. Auch überforderte
Eltern haben Kompetenzen in der Erziehung, können diese aber
meist gar nicht mehr wahrnehmen.
Aufbauend auf die Diagnostik werden Therapieziele
mit den Eltern vereinbart und Therapieinhalte festgelegt. Im Wesentlichen
geht es darum, die Betrachtungsweise der Eltern zu verändern.
Aus einem vorhandenen Problem soll ein positives Ziel entwickelt
werden. Eltern bekommen bestimmte Methoden an die Hand, die ihnen
ermöglichen, das gewünschte Verhalten zu fördern.
Gleichzeitig werden Methoden entwickelt, um das Problemverhalten
zu verringern und Möglichkeiten der Deeskalation trainiert.
Begleitend betrachten wir die familiären Konstellationen,
die das Problemverhalten aufrechterhalten. Ein konstruktiver Umgang
mit Schulproblemen, Hausaufgaben und Lernproblemen soll gefördert
werden, damit der Blick auf das Positive gerichtet wird. Eltern
sollen herausfinden, was das eigene Kind kann, welche Fähigkeiten
und Kompetenzen in ihm schlummern und genutzt werden können.
Häufig gibt es gut funktionierende Ausnahmesituationen, beispielsweise
im Sport, die sich auf den Alltag übertragen lassen.
Nach Abschluss des Elterncoachings überprüfen
wir gemeinsam, ob die vereinbarten Therapieziele erreicht wurden.
Je nach Entwicklung sind dafür anfangs mehr und am Ende weniger
Sitzungen notwendig. Nach Abschluss der „offiziellen Therapie“
wird im Abstand von ¼ bzw. ½ Jahr nochmals ein so
genannter Follow-Up-Termin vereinbart, um die erfolgreiche Umsetzung
in der Familie zu begleiten.
Elterntraining muss meist privat bezahlt werden.
Abhängig von vorhandenen Finanzmitteln besteht in einigen Kommunen
die Möglichkeit, dass die Kosten vom zuständigen Jugendamt
(§ 27 KJHG Hilfe zur Erziehung) übernommen werden. Wichtig
ist, dass der Antrag vor Beginn der Maßnahmen gestellt wird.
|